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Neu im Kessel: Made in Stuggi. Innovativ, regional, urban.

In Stuttgart werden durchschnittlich jedes Jahr rund 169 Messen veranstaltet.

Gerade die Bereiche Design, Food, Lifestyle aber auch Nachhaltigkeit und alternative Lebensbereiche scheinen im Kessel Trend zu sein. Jetzt gibt’s wieder eine neue Messe, die im Schwabenland Fuß fassen möchte. Made in Stuggi. Am 14./15. Oktober 2017 in der Phoenixhalle im Römerkastell.  Gemacht von Schwaben für Schwaben. Mit Produkten und Firmen aus der Region.

Stuttgart diary hat sich mit einem der Macher, Stefan Mateescu, getroffen. Natürlich um der Frage auf den Grund zu gehen: Was ist neu an diesem Konzept und braucht Stuttgart noch eine Messe?

Stefan, du bis ist kein Unbekannter in der Szene. Geschäftsführer von Prowhisky, Taurus IT, Kickerkultur und 0711 Spirits…und jetzt auch noch Made in Stuggi. Was genau bietet Made in Stuggi?

Wir vereinen verschiedene Disziplinen. Genuss, Mode, Freizeit, Accessoires, Wohnen. Der Branchenmix und die Vielfalt der Produkte unter einem Dach zeichnet Made in Stuggi aus. Wir bieten Start-Ups, Manufakturen, kreativen Einzelkämpfern und etablierten Unternehmen eine Plattform, innovative Produkte in urbaner Atmosphäre zu präsentieren.

Und was wollt ihr erreichen?

In Stuttgart gibt es exzellente Köpfe. Denen möchten wir gerne eine Plattform bieten. Wir wollen den Leuten zeigen, was in Stuttgart alles geht. Und natürlich dazu aufrufen, regionale Produzenten zu unterstützen.

Gibt’s denn genug Unternehmen, die in euer Konzept passen?

Wir sind auch Stuttgarter, und wir sind gut vernetzt. Es war keine Frage, dass es gute Leute und auch genügend Aussteller für diese Format in Stuttgart gibt.

MADE_IN_STUGGI

Was sind die Voraussetzungen, um auf dieser Messe ausstellen zu dürfen?

Alle Aussteller müssen aus dem Großraum Stuttgart sein, hier produzieren oder konzipieren. Im Großteil jedenfalls. Eine Ausnahme haben wir in der Food Area, in der Halle aber sind alle aus der Region.

 

Nun gibt es in Stuttgart viele ähnliche Messekonzepte. Steht ihr in Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen wie Blickfang, Deine eigenART, Kulinart & Co.?

Wir sehen uns nicht als Konkurrenz. Made in Stuggi ist ja weder Design noch Food Messe. Es ist ein ganz neues Konzept.

Braucht es noch eine Messe im Ländle?

Klar, so was hat in Stuttgart gefehlt. Es gibt keine Plattform, wo sich Firmen so präsentieren können. Wir erhalten bei Interessierten und den Herstellern massives Feedback. Die Idee kommt an. So gut wie alle Ausstellungsflächen sind belegt.

Und… Lokalpatriotismus ist da, die Leute sind gerne Stuttgarter.

Gutschein

Das Römerkastell scheint beliebt für solche Messen. Gibt’s keine Location-Alternativen in Stuttgart?

Die Phoenixhalle mit ihrem Flair ist toll. Ok, die Location ist etwas außerhalb, das ist ein Nachteil. Aber es gibt genug Parkplätze und es ist halbwegs angebunden an den Nahverkehr. Wir hatten auch die Carl Benz Arena im Visier. Letztendlich gibt es nicht so viele Fläche und gute Optionen in Stuttgart.

Neben einigen bereits bekannten Firmen habt ihr auch viele Start-ups im Rennen. Gibt es einen Favoriten?

Mein Favorit ist WULLE. Lacht… Im Ernst: Für mich waren alle neuen Firmen ganz schön schräg und ganz schön cool. Zum Beispiel Geco-Gardens, die Kleingartensysteme für ökologisches Gärtnern in Städten anbieten. Aber auch alle anderen sind absolut sehenswert.

Seht ihr euch als Sprungbrett gerade für Unbekannte & Neustarter?

Schon. Unsere Aussteller bekommen eine große Community, sie können sich bei Made in Stuggi austesten und neue Kunden gewinnen.

Made in Stuggi hat dieses Jahr Premiere. Was erhoffst du dir vom kommenden Wochenende?

Die Halle ist gut voll, Aussteller und Besucher haben viel Spaß und entdecken tolle Sachen aus der Region, die sie noch nicht kennen.

Manchmal geht das Ganze aber auch nach hinten los. Wie in Made in Minga…

Ja, München war schwierig. Aber wir haben daraus gelernt. In Stuttgart machen wir einiges anders. Wir haben ein Programm in unserer Event Area. Jeder Aussteller kann dort Tastings, Workshops oder Gewinnspiele veranstalten. Die sind natürlich für die Gäste im Eintrittspreis inklusive. Samstag gibt’s dann eine große After Show Party mit Ausstellern, Gästen, DJ und Drinks.

Man darf auch nicht vergessen, es ist unsere erste Made in Stuggi Messe. Eine Erst-Messe ist immer ein Balanceakt. Man fängt bei Null an, muss sich einen Namen machen, das Vertrauen erst verdienen, auf beiden Seiten. Ausstellern und Besuchern klar machen, wir wollen und können das.

Ich mache schon lange Messen, habe schon viele Fehler gemacht und mich jedes Mal verbessert. Also sind wir für Stuttgart guter Dinge. Wenn 3000 bis 4000 Leute kommen würden, wären wir sehr zufrieden.

Große Verantwortung, so eine Messe ins Laufen zu bringen und erfolgreich zu machen…

Auf jeden Fall. Dessen sind wir uns bewusst. Aber auf der Messe sind dann alle gefordert. Die Aussteller müssen schon was tun: Nur rum stehen und auf Kunden warten, geht nicht. Sie müssen aktiv werden, auf sich aufmerksam machen, Aktionen anbieten.

Ich kümmere mich natürlich um meine Aussteller, habe ein offenes Ohr. Wir tun alles, den Firmen zu helfen, erfolgreich zu werden. Dann kommen sie auch wieder.

Zukunftsaussichten: Auflage 2 mit…

Ich finde nicht nur die neuen Unternehmen am Stuttgarter Markt cool, sondern auch viele bereits bestehende. Drum werden wir im nächsten Jahr auch große Firmen wie Daimler, Porsche & Co. ansprechen. Die sind ja schließlich auch Made in Stuggi…

Für alle, die sich selber ein Bild machen möchten: hier gehts zu Made in Stuggi 

 

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